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Dispersionsfarbe - ein vielseitiges Prudukt 16.06.11 13:53
Nach den Verkaufszahlen zu urteilen, sind sie offenbar die beliebtesten Farben für Haus und Wohnung. Der Grund dafür scheint auf der Hand zu liegen: Dispersionsfarben haben einige vorteilhafte Eigenschaften.
So wie Fette lassen sich Natur- oder Kunstharze in Wasser nicht lösen, aber sie lassen sich darin u. a. mit Farbpigmenten und Zusatzstoffen sehr fein, stabil und gleichmäßig dispergieren, also mischen.
Es gibt Anstriche auf natürlicher Basis, beispielsweise mit Bienenwachs als Bindemittel, doch die meisten Dispersionsfarben beruhen auf Kunstharzen. Während Leim-, Silikat-, Latex- oder Kalkfarben heute mehr und mehr für spezielle Anwendungen gekauft werden, gelten Dispersionsfarben als die „Alleskönner“. Die Industrie unterbreitet den Kunden eine riesige Auswahl an solchen Anstrichen. Im Baumarkt werden sie meist in 5- oder 10-Liter-Eimern angeboten. Wie die Stiftung Warentest herausfand, liegen die Preise für 10 Liter je nach Qualität und Hersteller zwischen 10 und 35 €.
Nach Herstellerangaben lassen sich Dispersionsfarben auf nahezu alle Untergründe aufbringen, aus denen Bauelemente im Wohnbereich bestehen können: Beton, Gips, Gipskartonplatten, Kalksandstein, Ziegelmauerwerk, Hartschaum und Hartfaserplatten. Gute Farbträger sind auch alle üblichen Innenputze, Tapeten und natürlich frühere, noch gut haftende Dispersionsanstriche. Gar nicht geeignet sind Wasser abweisende Kunststoffoberflächen sowie Leim- und Kreidefarben; diese müssen vorher abgewaschen werden. Stark saugende Untergründe sollten mit Tiefengrund vorbehandelt werden. Im Zweifelsfall kann auch ein Blick auf die Verarbeitungshinweise des Herstellers weiterhelfen.
Wenn Wand und Decke gestrichen sind, verdunstet das Wasser und zurück bleibt im Grunde genommen ein dünner, aber widerstandsfähiger Kunststofffilm. Kritiker bemängeln das, weil es an Kunststofffolien erinnere. Doch die meisten Käufer schätzen die nützlichen Eigen-schaften dieser Farben: Sie sind leicht mit Wasser zu verdünnen, mehrfach überstreichbar, scheuerbeständig, meist emissionsarm und deshalb umweltschonend. Maler und Heimwerker bevorzugen eine cremige Beschaffenheit, die an Sahne erinnert. Die Anstriche tropfen deshalb kaum und lassen sich gut verarbeiten. Als Dispersion oder auch Mischung lassen sie sich obendrein bestens einfärben.

Anhand sogenannter Farbkarten kann man probieren, wie Farben auf einer Fassade wirken. Alle großen Baumärkte oder auch Malereibetriebe mischen den gewünschten Farbton; Farbkarten kann man auch dort einsehen.











