Was Sie schon immer wissen wollten ...
Keller Baukosten 19.09.10 10:22
Die meisten Bauherren hätten sicherlich gern einen Keller. Wenn Sie trotzdem keinen bauen, hat das zumeist nur einen Grund: Kosten sparen. Doch gerade beim Unter-geschoss sollte das Kosten-Nutzen-Verhältnis genau abgewogen werden.
Das beginnt bereits damit, dass jedwedes Haus ein Fundament, zumindest also eine Boden-platte, benötigt. Mit ihr spart man zwar größeren Bodenhaushub und die Kellerwände, doch „verloren“ geht eine Nutzfläche von der Größe des gesamten Erdgeschosses. Gleichzeitig benötigt ein Haus auf Bodenplatte mindestens einen Raum, der die Technik und die Hausan-schlüsse aufnimmt (HWR, Hauswirtschaftsraum). Oft wird er sehr klein gehalten, dennoch kostet er pro Quadratmeter mehr als ein gleich großer Kellerraum. Im Durchschnitt rechnet man für 1 m² Untergeschoss mit Kosten zwischen 200-400 Euro. Niedrigere Baukosten weisen keine anderen Räume im Haus aus. Eine teilweise Unterkellerung, wie sie früher oft zu finden war, gilt heutzutage kaum noch als Lösung, nicht zuletzt deshalb, weil ein halber Keller keineswegs nur halb so teuer ist wie ein ganzer.
Ständiges Nachrüsten kann auch kosten ...
Wer bei Häusern mit Bodenplatte zusätzlichen Stauraum benötigt, wird den Spitzboden ausbauen. Neben einem tragfähigen Deckenboden und einer angemessenen Wärmedämmung ist dafür auch eine Treppe erforderlich. Die Minimalvariante stellt eine Bodeneinschubtreppe dar, die für größere Gegenstände allerdings sehr unbequem, wenn nicht gar unpassierbar ist. Für Fahrräder, Winterreifen, Gartengeräte und dergleichen benötigt ein normaler Haushalt deshalb weiteren Stauraum. Oft wird dafür ein Holzhaus angeschafft, das im Garten aufgestellt wird. Nicht selten kommt später ein weiterer Schuppen hinzu oder der Carport erhält Zuwachs. Wer ein Untergeschoss errichten will, benötigt in jedem Falle ein Bodengutachten. Stellt sich heraus, dass das Grundwasser tief genug steht und saisonal auch kein Schichtenwasser zu befürchten ist, dann sollte der Bauherr genau nachrechnen, ob sich ein Keller für ihn nicht doch lohnt. Wenn die Bauvorschriften es zulassen, sollte das Souterrain aus dem Erdreich herausragen. Es bekommt so mehr Tageslicht, was sich angenehm auswirkt, wenn man dort beispielsweise einen „Hausherrenraum“, ein Gästezimmer oder eine Partyecke einrichten will.
Nicht am falschen Platz sparen
Würde das Untergeschoss jedoch im Grund- oder Schichtenwasser stehen und damit drückenden Wasser ausgesetzt sein, sind spezielle Abdichtungen zwingend notwendig. Geläufig ist die „schwarze Wanne“, bei der rundum eine dicke (schwarze) Bitumenschicht auf die Kelleraußenwände aufgebracht wird; alternativ werden auch starke Kunststoffbahnen aufgeklebt. Es versteht sich, dass hier besondere handwerkliche Sorgfalt geboten ist. Eine andere Version der Abdichtung ist die „weiße Wanne“. Dabei wird der Keller aus WU-Beton (wasserundurchlässigem Beton) errichtet. Auch das hat seinen Preis, weshalb in diesen Fällen tatsächlich der Geldbeutel entscheidet.

Bild-Quelle: Fertigteilkeller der Fa. KNECHT











