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Kleinsthäuser – nur eine Marktnische?    04.07.12 18:09

Sie werden in der öffentlichen Diskussion „Kleinsthäuser“ oder auch „Singlehäuser“ genannt und es scheint, dass sie am Markt noch ein Schattendasein fristen. Doch in Deutschland herrscht auf lange Sicht ein bislang unumkehrbarer Trend: Die Zahl der Privathaushalte nimmt zwar zu, doch die Zahl ihrer Mitglieder nimmt sichtlich ab.

Das Statistische Bundesamt schätzt, dass die durchschnittliche Haushaltsgröße im Jahr 2025 bei nur noch 1,95 Personen liegen wird. Der Wunsch jedoch, in einem eigenen Haus zu wohnen, ist nach wie vor ungebrochen. Vielleicht wird in der Zukunft deshalb neben dem Ein-Familien-Haus bald vom Ein-Personen-Haus gesprochen. Hinzu kommt, dass viele ältere Ehepaare schon jetzt nicht nur große, sondern nach eigenem Empfinden zu große Eigenheime bewohnen, nachdem die Kinder längst erwachsen und ausgezogen sind. Etliche dieser Paare in höherem Alter würden ihren Haushalt gern verkleinern, wenn sie denn etwas Passendes fänden. Noch zu oft halten sie aus, bis Haus und Hof über den Kopf wachsen. Kleine, aber feine „Mini-Heime“ können ein Ausweg sein, weil keiner der Betroffenen auf die Annehm-lichkeiten verzichten muss, die Haus und Garten nun mal bieten – auch wenn sie nur überschaubar ausfallen. Die Rede ist von Eigenheimen, deren Wohnfläche deutlich unter 100 m² liegt. Häuser dieser Größe werden von diversen Bauträgern tatsächlich schon angeboten. Es sind aber oft keine eigens auf die genannte Zielgruppe zugeschnittene Bauten, sondern gewissermaßen ein abgespecktes Abbild ihrer großen Brüder. Viel Wohnraum auf kleinster Grundfläche zu schaffen ist in der Tat kein leichtes Unterfangen. Für ältere Menschen empfehlen sich Barriere-freie Räume auf einer Ebene, wie sie der klassische Bungalow bietet. Viel Platz auf kleinstem Fundament schafft man aber nur mit mehreren Geschossen (Keller-Erd- und Obergeschoss). Insbesondere die Beschaffung eines geeigneten Grundstückes erweist sich dabei als besondere Tücke. Viele Gemeinden haben Untergrenzen für die Teilung von Bauparzellen festgelegt. Hat man also ein passendes Haus gefunden, für das durchaus 300-400 m² Bauland ausreichen würden, kann die Suche danach in vielen Gegenden zum Alptraum werden. Projekte von Bauträgern könnten hier einen Ausweg bieten, indem größere Baugrundstücke ideell geteilt werden. Bei Reihenhäusern ist das seit jeher üblich. Noch scheint es eine Gratwanderung zu sein, dem zunehmenden Bedarf an Kleinhäusern zu entsprechen und eine weitere Zersiedlung der Landschaft zu vermeiden. Bei den Klein- und Kleinsthäusern hat der Architekt die Nebenflächen auf das unbedingt notwendige Minimum reduziert. Meist werden Funktionen kombiniert: ein Wohnzimmer mit integrierter (offener) Küche, und Räume, die sich mit Schiebetüren variieren lassen. Das Grundkonzept kann man leicht zusammenfassen: Reduktion auf das Notwendige. Der Witz besteht allerdings darin, dass man das dem Haus möglichst nicht anmerken darf! Die Preise für Singlehäuser fallen meist entsprechend niedrig aus, sie sind schon ab 60 - 70.000 € erhältlich. Allerdings darf man nicht der Annahme erliegen, ein Miniheim von 80 m² Wohnfläche müsse gegenüber einem Gebäude von 100 m² um 20% preiswerter sein. Für die Bemessung der Heizleistung einer Gastherme beispielsweise macht es keinen großen Unterschied, ob sie 80 oder 100 m² zu beheizen hat. Im Allgemeinen gilt zwar: kleineres Haus, kleinerer Preis, doch bei Singlehäusern schlägt auch zu Buche, wie praktisch und komfortabel sie ausfallen.

Typisches Kleinhaus im Brandenburgischen. Gebäude dieser Art wurden schon immer gebaut- mit einem Unterschied. Während sie heute vorwiegend von 1-Personen-Haushalten bewohnt werden, lebten hier früher oft ganze Familien.


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